Im Gebet verbunden

Beten wir füreinander, dass wir – mit Gottes Hilfe – diese Situation gut bewältigen können.

Viele Menschen sind in diesen Tagen verunsichert. Es ist nicht leicht, mit der Ungewissheit einer möglichen Bedrohung zu leben. Schreckensnachrichten verstören und private Umstellungen fordern uns heraus. Gläubige schmerzt es auch, dass Gottesdienste nicht mehr öffentlich sind. Bei alldem kann uns der Glaube und das tägliche Gebet eine Hilfe sein.

Seit 15. März feiert die Klostergemeinschaft ohne Gemeinde. In einem Interview mit dem ORF sagte P. Arno: „In meinen 40 Jahren als Priester habe ich noch nie erlebt, dass wir die Leute bitten müssen zu Hause zu bleiben. Wir tun uns alle sehr schwer damit. Für Menschen in Ängsten und Isolation stehen wir jederzeit zur Verfügung, wenn jemand uns anruft, und wollen für die Leute besonders beten.“

Gebetsanliegen können jederzeit in das weiße Pult im Vorraum der Michaelskapelle eingeworfen werden.
Telefon für Seelsorge: 0676/8776 6163

In der Konventmesse im Kloster denkt und betet die Klostergemeinschaft für alle, die mit dem Kloster verbunden sind. Beten wir auch füreinander, dass wir – mit Gottes Hilfe – diese Situation gut bewältigen können. Stärken wir unser Vertrauen auch gegenseitig.

Es gibt viele Möglichkeiten die Gottesdienste zu Hause im Radio, TV oder Online mitzufeiern. Die Ordensgemeinschaften haben eine Liste mit medialen Angeboten zusammengestellt, die laufend aktualisiert wird. Gottesdienste zu Hause mitfeiern – Angebote aus Radio und TV
Im Internet werden auch täglich Messen übertragen: www.vatican.va, www.missio.at

Gebet für die Zeit der Coronakrise

Herr, Du Gott des Lebens,
betroffen von der Not der Corona-Krise kommen wir zu Dir.
Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist
und bitten um Heilung für alle Erkrankten.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.
Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.
Wir danken Dir für alle, die mit vielfältigen Diensten
die Sicherheit und Versorgung unseres Landes aufrecht erhalten.
Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne mussten,
sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.
Stärke die Herzen der alten und pflegebedürftigen Menschen,
berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,
dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

Von ganzem Herzen flehen wir, dass die Epidemie abschwillt
und dass die medizinischen Einrichtungen auch künftig
den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.
Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt
und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.
Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.
Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.
Wir sind sterbliche Wesen und können nicht alles kontrollieren.
Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.
Getragen vom Frieden, der von Dir kommt, werden wir die Krise bestehen.

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,
Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht
und macht uns bereit – offen und aufmerksam für das Leben.
Jesus, wir vertrauen auf Dich!

Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,
Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns! Amen.