Ein Fest der Erinnerung

Gottesdienstzeiten und Gedanken zu Allerheiligen und Allerseelen.

Hochfest Allerheiligen – Freitag, 1. November 2019
10.15 Uhr: Pontifikalamt in der Stiftskirche
weitere Heilige Messen um 9.15, 11.30 und 19.00 Uhr
14.00 Uhr: Allerheiligenandacht in der Stiftskirche, anschl. Friedhofsprozession
18.00 Uhr: Vesper in der Marienkapelle

Allerseelen – Samstag, 2. November 2019
08.00 Uhr: Heilige Messe in der Marienkapelle
18.00 Uhr: Vesper in der Marienkapelle
19.00 Uhr: Heilige Messe in der Stiftskirche, anschl. Lichterprozession zum Friedhof

Woher komme ich – wohin bin ich unterwegs?

Das ist die bestimmende Frage unseres Lebens. Was geschieht einmal mit mir, wenn es zu Ende geht? Als Glaubende wissen wir, dass unser Leben nicht ins Nichts hineinfällt, sondern in Gottes Hand geborgen ist. Jesus hat die Botschaft von seinem Vater als Gott des Lebens gebracht. „Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden“ (Mk 12,26-27).

Allerseelen steht in enger Verbindung zu Allerheiligen. Seit dem 11. Jahrhundert feiert die Kirche den Gedenktag an alle Verstorbenen am 2. November. Das geht auf Abt Odilo von Cluny zurück, der dieses Gedenken 998 in seinem Kloster einführte, von wo es dann Verbreitung fand. Früher wurde der Gedenktag an die Verstorbenen in der Nähe des Osterfestes gefeiert. Die Verbindung zum Allerheiligenfest taucht diesen Tag ins österliche Licht.

Hat man sich am Nachmittag des Allerheiligentages zur Gräbersegnung am Friedhof versammelt, so feiert man am Allerseelentag die Eucharistie, die Gegenwart des auferstandenen Herrn. “In ihm erstrahlt uns die Hoffnung, dass wir zur Seligkeit auferstehen,” heißt es in der Liturgie dieses Tages. Wir dürfen den Tod und die Trauer über unsere Verstorbenen im Licht der Auferstehung betrachten. Das Licht der Osterkerze symbolisiert den Sieg Jesu über den Tod. Dieses Licht leuchtet weiter auf den Gräbern unserer Verstorbenen. Es ist angezündet als Hoffnung und Gewissheit, dass unsere Verstorbenen ins Leben hineingestorben sind. Wir sind über den Tod hinaus mit unseren Verstorbenen in Liebe verbunden, bilden eine Gemeinschaft – wir, die wir unterwegs sind und unsere Lieben, die das Ziel erreicht haben.
Abt Ambros