Von Sehnsüchten und Grenzerfahrungen

Unsere Sehnsüchte und Grenzen als Wegweiser zur Heiligkeit wahr zu nehmen, darum ging es beim Treffpunkt Benedikt in der Fastenzeit. Als Referent und Prediger war P. Thomas Fässler OSB aus dem Kloster Einsiedeln in der Schweiz zu Gast. Parallel beschäftigten sich mehrere Firmgruppen im Jugendprogramm mit der Frage „Sinn trotz Leiden – ist das möglich?“.

Bei schönstem Frühlingswetter fanden sich viele junge Erwachsene und einige Firmgruppen zur Vesper und zur Messe in die Michaelskapelle ein. Dazwischen gab es für die Jugendlichen das Jugendprogramm zum Thema „Sinn trotz Leiden – ist das möglich?“ und für die jungen Erwachsenen einen spannenden Vortrag von P. Thomas Fässler, der mit persönlichen Erfahrungen den Zuhörern das abstrakte Thema anschaulich nahebringen konnte. Die Sehnsucht zum Beispiel, dass die schönen Stunden eines Urlaubs ewig sein könnten – wir können sie verstehen als eine Sehnsucht nach Mehr, die uns Gott ins Herz gelegt hat. Wir dürfen uns beschenkt wissen auch angesichts unserer Grenzen. Er habe gelernt, seine Grenzen anzunehmen, eben nicht alles leisten zu müssen, sondern sich von Gott führen zu lassen.

Um eine Grenzerfahrung ging es dann auch in der Predigt von P. Thomas über das Evangelium von der Begegnung Jesu mit der Ehebrecherin. Jesus nehme sie wahr und spreche mit ihr statt über sie, wie das die hartherzigen Schriftgelehrten tun. Er sei – so nennen die Menschen in Tansania Gott – einer mit „den großen Ohren“, er höre zu und verachte sie nicht. So sei die Begegnung mit Christus nicht Belohnung für gute Taten, hob P. Thomas hervor, sondern die Grundlage für ein gutes Leben.

Am Ende der Messe stellte P. Thomas noch sein Projekt „Klosterzeit“ vor, ein spannendes Angebot für junge Männer für eine Zeit ins Ausland zu gehen – in ein Benediktinerkloster weltweit (Mehr Infos auf klosterzeit.org).

Ein längerer Bericht, Vortrag und Predigt zum Nachhören sowie Fotos siehe Treffpunkt Benedikt.