„Wie aus Proleten Propheten werden“

Beim Treffpunkt Benedikt referierte der Theologe Andreas Liebl, Koordinator der Gefangenen Seelsorge der Diözese Innsbruck, über seine Erfahrungen. Damit machte er für junge Menschen deutlich, wie wichtig Vergebung und Neuanfang sind.

Mit der Frage nach Vergebung trotz Realität des Bösen und konkreten Beispielen aus seinen Erfahrungen mit Gefangenen und ihren Geschichten hielt Andreas Liebl die zahlreichen jungen Zuhörer im Wintersaal in Atem. Was diese Menschen wohl brauchen, ist Annahme, Vergebung, Zuwendung! „Verzeihen und Vergeben machen mich wirklich frei, trotz und obwohl ich es vielleicht nicht verdient habe.“ Und so sei es auch mit der Beichte, in der uns Gott genau das schenke, wie uns Liebl anhand einer imaginären oberbayrischen Hochzeitsfeier mit Malheur sehr anschaulich beschrieben hat. Es ist eine erlösungsbedürftige Welt, die auf Liebe und Vergebung wartet.

Der Innsbrucker Theologe wörtlich: „Erlebnisse von Umkehr mit Menschen, die wirklich schuldig geworden sind, haben meinen eigenen Glauben sehr bereichert. Das meine ich, wenn ich sage, dass solche Menschen Propheten werden können.“

Bei der Messe in der Michaelskapelle predigte P. Bernhard von der Sorge um die geistlichen Berufungen als Anliegen der ganzen Kirche.

Ein längerer Bericht, Vortrag und Predigt zum Nachhören sowie Fotos siehe Treffpunkt Benedikt.