Wenn Gott den Punsch und die Deko macht …

Ein Impuls von Frater Anselm zum zweiten Adventssonntag.

Waren Sie heuer schon auf einem der vielen Adventmärkte? Oder vielleicht bei einer Weihnachtsfeier von der Firma, dem Verein? Es macht doch Freude, wie die Buden und Festsäle geschmückt sind und uns auf Weihnachten einstimmen, oder?

Passend dazu geht es in den Bibeltexten zum zweiten Adventssonntag auch um das Schmücken. Im Vertrauen auf Gottes Kommen soll sich die Stadt Jerusalem „mit dem Schmuck der Herrlichkeit“ bekleiden, den Gott selber schenkt. So heißt es weiter: „Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis und dem Himmel zeigen.“ (Bar 5, 3) Gott hat da viel vor mit Jerusalem, auch mit uns. Er möchte uns begegnen und reich machen.

Mit Jerusalem in seinem Glanz können unsere in Weihnachtsdeko gehüllten Städte zwar sicher nicht mithalten. Vielleicht sind sie aber doch ein ganz kleiner Vorgeschmack und gleichzeitig eine Erinnerung, dass es noch einen anderen Glanz gibt. Die Frage ist nämlich, ob uns das reicht, so oberflächlich zu bleiben. Dass es um mehr geht, zeigt uns die Bibel.

Was zählt, formuliert der Apostel Paulus so: „Dass eure Liebe immer noch reicher an Einsicht und Verständnis wird, damit ihr beurteilen könnt, worauf es ankommt.“ (Phil 1, 9f.)

Das erfreut und wärmt uns doch mehr als der Punsch am Adventmarkt, auch wenn der leichter zu bekommen ist. Es ist nicht leicht, sich innerlich auf den Plan Gottes einzulassen, doch es ist der Weg zu Tiefgang und Erfüllung: „Dann werdet ihr reich an der Frucht der Gerechtigkeit, die Jesus Christus gibt, zur Ehre und dem Lob Gottes.“ (Phil 1, 11)