Leonhardiritt in Pettenbach

An die 100 Reiter und Reiterinnen mit ihren prächtig geschmückten Pferden nahmen an der Wallfahrt nach Heiligenleithen teil. Die Rittmesse zelebrierte Abt Ambros. P. Siegfied war der geistliche Vorreiter.

Sehr viele Pilger folgten auch der Einladung zur Bittprozession nach Heiligenleithen. Nach der Pferdesegnung feierten die Wallfahrer mit Abt Ambros, Pfarrer P. Daniel und dem geistlichen Vorreiter P. Siegfried die Rittmesse, musikalisch begleitet vom Musikverein Pettenbach. Besonders erfreulich war die große Anzahl von Fußwallfahrern, die bereits am Samstag zuvor aus Eberstalzell kamen; gleichfalls die vielen Pilger aus Vorchdorf und Magdalenaberg, die am Sonntag die Wallfahrermesse bereits um 9 Uhr mit P. Christoph feierten, der vor P. Siegfried der geistliche Vorreiter bei ca. 20 Leonhardiritten war.

Nachbericht siehe auch Beitrag der Diözese Linz/Pfarre Pettenbach

Zur Tradition des Leonhardirittes

Der Leonhardiritt in Pettenbach ist eine der größten Brauchtumsveranstaltungen in Oberösterreich. Seit vielen Jahrhunderten werden Pfarrritte und Tiersegnungen zu bzw. bei Leonhardikirchen durchgeführt, die Kaiser Josef II. verboten hat. In Pettenbach wurde der Brauch des Leonhardirittes 1931 wieder aufgenommen und seitdem in der traditionellen Form abgehalten. Der Ritt ist eine Wallfahrt zu Pferd und zu Fuß von der Pfarrkirche Pettenbach zur Wallfahrtskirche Heiligenleithen, die dem Hl. Leonhard, dem Schutzpatron der Nutztiere, geweiht ist.

Durchschnittlich nehmen am Leonhardiritt in Pettenbach 120 Reiter in tradioneller Bauerntracht mit ihren Pferden teil. Viele festlich geschmückte Norikerpferde krönen das Fest. Traditionell findet der Leonhardiritt am Sonntag, der dem 6. November, dem Namenstag des Heiligen Leonhard, am nächsten liegt, statt.

Rund um das Leonhardifest kommen auch zahlreiche Wallfahrer aus den umliegenden Pfarren nach Heiligenleithen. Traditionell aus den Pfarren Eberstalzell, Vorchdorf und Magdalenaberg. Bei der Kirche in Heiligenleithen werden die Pferde und ihre Reiter von einem kirchlichen Würdenträger gesegnet.

Eine weitere Tradition bildet der geistliche Vorreiter. Seit vielen Jahren übernehmen diesen Dienst die Benediktiner des Stiftes Kremsmünster.

Traditionsvereine, wie die Goldhaubenfrauen oder der Musikverein verschönern das Fest, an dem sich viele Reitvereine der Umgebung  mit ihren Pferden beteiligen. Jedes Jahr besuchen auch zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben das traditionelle Fest. Den Leonhardiritt selbst organisiert das Leonhardirittkomitee.

Harald Luckerbauer, Pfarre Pettenbach

Fotos vom Leonhardiritt 2018 / © Andreas Rankl, Pfarre Pettenbach