„Die Rückkehr der Legion“

So lautet der Titel der diesjährigen Oberösterreichischen Landesausstellung, die wir am 18. Juli 2018 im Rahmen eines mitbrüderlichen Halbtagesausfluges besucht haben.

Wir waren zwar keine Legion, sondern ein Dutzend, dennoch haben wir an diesem sommerlich-schönen Nachmittag die älteste Stadt Österreichs gewissermaßen „erobert“. Mit moderner Technik ausgestattet (der Media-Guide war nicht nur für die Älteren anfangs herausfordernd, dann aber eine ungemeine Bereicherung) besuchten wir zunächst das Museum Lauriacum, wo uns die Geschichte der bis zu ihrer Auflösung dort stationierten Legion (Legio secunda Italica pia fidelis) vor Augen geführt und das Erbe der Römer in unserem Land erschlossen wurde. Wild entschlossen, noch mehr zu erfahren, fuhren wir dann mit dem Shuttlebus zur Basilika St. Laurenz zu Lorch, wo uns ein alter Freund unseres Klosters, Stefan Dorninger, erwartete. Kurzweilig und informativ erläuterte er uns sowohl das neue „Zeitfenster-Kunstwerk“, als auch die beiden „Heiligen-Tore“ sowie auch die Ausgrabungen unterhalb der vielleicht einstigen Bischofskirche (es gibt auch heute noch das Titularerzbistum Lauriacum) und zeigte uns die Verbindungen zwischen Enns und Kremsmünster auf. So war an der wissenschaftlichen Erforschung der Geschichte Florians und der 40 Märtyrer von Lorch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch unser Mitbruder P. Willibrord Neumüller maßgeblich beteiligt. Hier ein Beispiel seiner Tätigkeit. Jedenfalls waren wir beeindruckt, wieviel Neues wir sowohl im Museum als auch dann vor allem bei der Führung erfahren haben und welche Schätze sich ganz in unserer Nähe befinden – bis hin zu einem Gästebucheintrag aus dem Jahr 1981 vom damaligen Münchener Erzbischof.

Der Tag klang dann noch mit einer Vesper in der wunderschönen kleinen Wallfahrtskirche Ruprechtshofen bei Niederneukirchen aus, wo wir unter anderem auch daran dachten, dass der große Kämpfer für die Freiheit Nelson Mandela am heutigen Tag seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Wir haben uns sehr gefreut, dass wir die Freiheit hatten, so einen tollen mitbrüderlichen Halbtag zu verbringen und sind zutiefst beeindruckt vom Glauben so vieler vor uns. Ob jetzt der Hl. Florian und seine 40 Gefährten oder auch die unbekannte Christin deren Chi-Rho-Ring eines der frühesten Zeugnisse christlichen Lebens in unserem Land ist oder auch Nelson Mandela. So ein Kultur-Nachmittag gibt jedenfalls wieder Kraft für den eigenen Weg … darum empfehlen wir solche kleinen Ausflüge …dieser Bericht enthielt Produktplatzierungen 🙂

Zum Nachdenken
Heute wäre Nelson Mandela 100 Jahre alt geworden. Er sagte einmal: Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben.“
Wo halten mich Hass oder Verbitterung gefangen?
Was ist für mich wahre Freiheit in Christus?