Wer sagt, dass Ordensleben fad ist?

…der soll doch mal unsere Novizen kennenlernen oder zu den Franziskanerinnen von Vöcklabruck fahren …oder beides. Ein kleiner „Reisebericht“.

Bei uns im Haus liegt die Ausbildung der jungen Mitbrüder zunächst einmal in der Verantwortung des Abtes und des Novizenmeisters, darüber hinaus bringen sich aber auch noch weitere Mitbrüder mit ihrem Wissen und ihrem Charisma ein. Ich darf mit fr. Anselm und fr. Jakobus „Erkundungstouren“ durch Oberösterreich machen, sodass wir Land und Leute kennenlernen, dem Glauben und Gott auf die Spur kommen. So standen eine Wallfahrt nach Frauenstein ebenso auf dem Programm, wie der Besuch einer Bauernhofbrauerei, verschiedener moderner Kirchen in Steyr, der Pfarrer von Mondsee und Sierning, aber auch ein Nachmittag bei den Redemptoristen in Maria Puchheim. Am 21. Juni 2018 führte uns unsere „Erkundungstour“ zu den Franziskanerinnen von Vöcklabruck in den Ausbildungskonvent, wo uns Generalvikarin Sr. Teresa und Novizin Sr. Genoveva begrüßten, begleiteten und begeisterten. Vor allem die Power der Novizin, die bis zum Ordenseintritt passionierte Busfahrerin war, war selbst für uns, die wir keine Kinder von Traurigkeit sind, überraschend, aber vor allem wohltuend. Bei den Franziskanerinnen sindeinige junge Schwestern, die versuchen, im Geist des Franziskus und im Vertrauen auf Gottes Führung einen offenen und authentischen Weg der Gottsuche zu gehen. So gibt es eine Art „WG“ für die Jüngeren, viel individuelle Förderung der Novizinnen und Juniorinnen, aber auch Freiraum für Andere … sichtbar durch ein Gartenprojekt für die Leute von Vöcklabruck. Für uns war es ein bereichernder Ausflug, denn wenn der Heilige Benedikt auch die Stabilität und Treue sehr betont, so ist es auch schön, zu erleben, wie an anderen Orten junge Menschen versuchen, ihren Weg mit weitem Herzen in Treue und Liebe zu gehen.
Einen ganz interessanten Eindblick bietet der Blog von Sr. Ida, wo sie unter anderem von der Einkleidung von Sr. Genoveva berichtet.
P. Franz