Benediktinisches Raumgefühl für die Schule

Abtpräses Johannes Perkmann hielt einen Einkehrnachmittag für den Lehrkörper des Stiftsgymnasiums. Ein Bericht von Dir. Wolfgang Leberbauer.

Am 5. März 2018 trafen sich die Mitglieder unseres Lehrkörpers zu einem fastenzeitlichen Einkehrnachmittag im Wintersaal. Als Referenten und Leiter hatten wir den Abtpräses der österreichischen Benediktinerkongregation Johannes Perkmann vom Stift Michaelbeuern (Salzburg) gewinnen können. Er ist in diesem Amt Nachfolger unseres ehemaligen Kollegen Christian Haidinger (Altabt von Altenburg und derzeit Vorsitzender der österreichischen Superiorenkonferenz).

Im ersten Teil des Nachmittags wies uns Abtpräses Johannes darauf hin, dass der hl. Benedikt für seine Klöster Strukturen schafft, neben zeitlichen v. a. auch räumliche: z. B. Räume für Gott und Spiritualität (Kirche, Kapellen), für Wissenschaft und Wissenserwerb (Bibliothek, Schule), für kulturelle Aktivitäten (Theater, Festsaal), für Ruhe und Entschleunigung (Garten, Teich …). Es sei wichtig, Schülerinnen und Schüler damit vertraut zu machen und ihnen ein „Raumgefühl“ mitzugeben. Man solle sich im Klosterbereich ein „Ruhebankerl für die Seele“ suchen, einen Ort, wo man sich gerne aufhält und dann und wann Pause machen und seinen Gedanken nachhängen kann. Dann wurden die Teilnehmer des Nachmittags angeregt, auszuschwärmen und sich ihr „Ruhebankerl“ zu suchen.

Im zweiten Teil präsentierte uns Abtpräses Johannes eine Reihe von Textstellen aus der Regula Benedicti. In Gruppen setzten wir uns mit der Frage auseinander, wie wir die Hinweise Benedikts auf den Alltag im Klassenzimmer beziehen können. Wir beendeten den Einkehrnachmittag mit einem gemeinsamen Gebet aus dem neuen Jugendbrevier „Oremus“. Als kleines Dankeschön überreichten wir Abtpräses Johannes einen Korb mit regionalen Spezialitäten aus dem Kremstal – für die „Zeit nach der Fastenzeit“.

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