IMRPROGRAMM 2018

Die Theatergruppe des Stiftsgymnasiums bringt zwei turbulente Einakter. Die ersten beiden Vorstellungen waren ein voller Erfolg. Am 16. und 17. März 2018 finden um 19:30 Uhr im Theatersaal zwei weitere Vorstellungen statt.

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Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebenten Klasse haben zwei Einakter von Dario Fo einstudiert und bringen diese unter der Regie von Thomas Riedl im Theatersaal auf die Bühne. In einer Eigenproduktion der beiden Stücke zeigen die Darsteller eine Mischung aus Farce und Posse, Politklamauk und Boulevardkomödie:

  • Anstreicher sind vergesslich – Face für Clowns
  • Der Dieb, der nicht zu Schaden kam Posse mit doppeltem Schlüssel

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Weitere Termine im Theatersaal:
Freitag, 16. März, 19.30 Uhr
Samstag, 17. März, 19.30 Uhr

Es spielen Benedikt Bischof, Elisa Ferrara, Eva-Maria Janda, Jonathan Klauß, Vincent Kristöfl, Spasena Popova, Mislav Andic, Clemens Lughofer, Theresa Bruckmüller, Roman Sonnleitner, Despina Despotovic und Esther Kolos; Regie und Gesamtleitung: Thomas Riedl; Bühnentechnik: und Licht Simon Griebenow

„Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Ansicht, ein Clown zu sein, ein Hanswurst.“
(Dario Fo, Nobelpreis-Rede 1997 in Stockholm).

Dario Fo knüpft mit seinen Stücken an die alte Kunst der „Commedia dell’Arte“ an und stellt den Menschen mit all seinen Unvollkommenheiten in den Mittelpunkt. Mitunter rechnet er auch auf witzige und beißende, nie aber auf lieblose Art mit der Politik und ihren Protagonisten ab. Welchem Thema auch immer er sich zuwendet: Nie kommt Langeweile auf.

ZUM INHALT

HP_Improgramm 2018_diebIm Mittelpunkt des Bühnengeschehens, das die Zuschauer mit herrlichen Verwechslungen, Lügengespinsten und Humor unterhält, stehen beim „Dieb“ drei italienische Ehepaare, die im Spagat zwischen (un)moralischen Werten und dem guten Leben in einer kapitalistischen Gesellschaft ganz schön ins Straucheln geraten:
„Wann darf ich endlich einmal in Ruhe klauen?“, beschwert sich der Dieb Angelo Tornati, als ihn seine besorgte Frau bei der „Arbeit“ anruft. Doch es ist nicht die einzige Störung an diesem Abend: Der Hausherr kehrt unverhofft zurück, in Begleitung seiner Geliebten. Nun wird von beiden Seiten gedroht und verhandelt und gerade als sich eine Lösung anbahnt, steht die Frau des Hausherrn vor der Tür.

P1130630_preview.jpegIn „Anstreicher sind vergesslich“ jedoch ist die Vergesslichkeit eines der kleineren Probleme, mit dem der Chef und sein Geselle zu kämpfen haben, als sie bei Giorgios Witwe Vorhänge auswechseln sollen. Neben den wackeren Anstreichern tauchen eine Leiche, die keine ist, eine eifersüchtige Witwe und diverse Mitarbeiterinnen und Besucher auf. Dass bei dieser brisanten Mischung nicht alles nach den Gesetzen der Logik abläuft und es zu Verwechslungen und Irrtümern kommt, darf nicht weiter verwundern…

ZUM AUTOR

Dario Fo und Franca Rame, seine Frau, denn man kann nie nur ihn nennen, sahen ihre Theaterstücke als Ermunterungen für den Augenblick, weniger als Beitrag zur Literaturgeschichte. „Wir sind Flegel. Wir sind überzeugt, dass im Gelächter, im Grotesken der Satire, der höchste Ausdruck des Zweifels liegt, die wichtigste Hilfe der Vernunft.“ Die Stockholmer Akademie verlieh Dario Fo also deswegen den Nobelpreis, weil er, so die Begründung, „in der Nachfolge der mittelalterlichen Gaukler der Commedia dell’arte die Macht geißelt und die Würde der Schwachen und Gedemütigten wieder aufrichtet.“ Seine Stücke, die in mehr als 30 Sprachen übertragen und in 60 Ländern aufgeführt wurden, sind und waren an deutschen Bühnen sehr erfolgreich.

Das wesentliche Anliegen von Dario Fo war es, mit seinen anarchistischen und poetischen Dramoletten, Sketchen und Kabarett-Pantomime-Nummern ungehorsam, derb und provokant zu sein, aber immer getragen von einer unstillbaren Sehnsucht nach dem geglückten Leben.

Wir laden alle herzlich ein zu einem tollen Abend, zu Spaß und Spiel, zu Slapstick und Klamauk und freuen uns auf zahlreichen Besuch.
Thomas Riedl und IMPROGRAMM