Mutig weiter

Gedanken zum Jahreswechsel.

Am 1. Jänner feiert die Kirche das Hochfest der Gottesmutter. So wie Maria „ja“ gesagt hat zum Willen Gottes, so sollen auch wir uns einlassen auf das (Unterwartete) das kommt. Weil wir, wie Maria, glauben dürfen, dass Gott der ist, der mit geht. Sein Segen begleite Sie an allen Tagen im Jahr des Heiles 2018.

Gebet zum Neuen Jahr
Gott, du hast viel mit mir angestellt in diesem Jahr ich habe mich anstellen lassen.
Einiges, vieles ist schiefgelaufen. Manches hätte anders sein können, wenn ich meinem Dickkopf aufgegeben hätte, nicht so bequem gewesen wäre, nachgedacht hätte, auf dich gehört hätte.
Darf ich noch mal neu anfangen, jetzt in diesem neuen Jahr? Ja?
Du trägst nicht nach, lässt mich nicht los, auch wenn ich dich häufig genug losgelassen habe?
Bleibe bei mir in diesem neuen Jahr, ich habe ein bisschen Angst, ob ich das alles so schaffen werde, was da auf mich zukommt.
Gib mir nicht mehr zu tragen, als ich aushalten kann. Den Muskelkater nehme ich dabei schon in Kauf.
Mir fallen so viele Selbstverständlichkeiten ein, für die ich mich überhaupt nicht bedankt habe. Ich darf leben, dafür danke ich aus ganzem Herzen.
Hilf mir im neuen Jahr dabei, deinen Auftrag, deinen Willen zu sehen – manchmal kann ich ganz schön blind sein. Gib mir die Kraft, die ich brauche; die Erfahrungen, die notwendig sind, damit ich daran wachse. Teil mir das Stück Weg zu, von dem du meinst, dass ich es brauche und geh mit mir auf diesem Weg.
Andrea Schwarz
Bild: das Ziffernblatt der Uhr in unserem Refektorium © P. Josef Stelzer

K_Uhren 013