„Es war ein gutes Jahr“

Am 15. Oktober 2017 ging die Oberösterreichische Landesgartenschau zu Ende. Momentan ist vor allem Dankbarkeit in uns, weil es eine gelungene Veranstaltung war.

Am 14. Oktober 2017 fand das Abschlussfest im Schloss Kremsegg statt. Zu Gast waren neben LH Mag. Thomas Stelzer und anderen vor allem auch Delegationen vom Markt Aigen-Schlägl und vom Stift Schlägl, wo unter dem Motto „Bio-Garten-Eden“ die nächste Landesgartenschau in zwei Jahren stattfinden wird. Zu uns sind in diesem Jahr über 280.000 Besucher gekommen, es war also ein voller Erfolg. Dafür wurde auch am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes mit Abt Ambros in der Stiftskirche gedankt. Hier ein Auszug aus der Predigt von Abt Ambros:

„Die Schöpfung ist die Schönschrift Gottes“

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Die einladende und werbende Liebe Gottes ist vielfältig und erkennen wir besonders in der Natur, in der Schöpfung. In diesem Jahr ganz besonders bei uns in Kremsmünster bei der OÖ Landesgartenschau. Ein blühendes Kremsmünster konnten wir bewundern und genießen.
Die Natur, die Schöpfung ist Gottes wunderbares Geschenk an uns Menschen. „Die Schöpfung“, hat einmal jemand gesagt, „ist die Schönschrift Gottes.“ Alle geschaffenen Dinge und Wesen sind gleichsam „Liebesbriefe von Gott“.
Alle Geschöpfe strahlen ihren Schöpfer wider: die Sonne seine Hoheit, die Blumen seine Schönheit, die Früchte seine Freigebigkeit, die Tiere seine Lebenskraft, das Feuer seine Liebe, die Berge seine Größe, das Meer seine Tiefe, Mond und Sterne seine Lieblichkeit, der Mensch seine Göttlichkeit. Man braucht kein Fernglas und auch kein Mikroskop, um die Wunder der Schöpfung wahrzunehmen. Es genügen offene Augen und Ohren, eine wache Seele und ein fühlsames Herz.
Der hl. Franziskus ahnte und vernahm die Melodie Gottes in allem Geschaffenen. Das Schöne war ihm Abglanz Gottes. Jedes Kunstwerk pries den ewigen Künstler. Die Pflanzen und Tiere und alle Gestirne waren ihm Geschwister. In jeder Gabe sah er den Geber aller Gaben, in jedem Guten den Ursprung von allem Guten. In allem schaute er Gott: Sein Sonnengesang ist ein einziges Preislied auf Gottes Größe und Güte: „Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde, die uns ernährt und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter“.
Mit Alfred Delp können wir sprechen: „Die Welt ist Gottes so voll. Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen“. Adalbert Stifter, der von 1818 -1826 unser Stiftsgymnasium besuchte, schrieb, dass er in Kremsmünster zum ersten Mal den Satz hörte: „Das Schöne ist nichts anderes als das Göttliche im Kleide des Reizes dargestellt“.
Dieses Schöne konnten wir in unserer Landesgartenschau genießen und damit Gottes Liebe wieder neu erkennen und erfahren. (aus der Predigt zum Dankgottesdienst)

Hier finden Sie einige Eindrücke vom Abschlussfest.

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