Leben aus der Tradition seit 777

Neuer Bildband beleuchtet Geschichte und geistliches Leben des Stiftes Kremsmünster. Abt Ambros spricht von einer „eindrucksvollen Dokumentation des Klosters als geistliches Zentrum“, Verleger Brandstätter sieht im Buch „ein Zeugnis, dass die Asche der Tradition nicht nur bewahrt, sondern das Feuer weitergetragen wird“.

Bild2_BuchpräsentationBei der Buchpräsentation erinnerte Abt Ambros an seine Wahl vor 10 Jahren, bei der er als Schwerpunkt seiner Amtszeit nannte, das Stift Kremsmünster als geistliches Zentrum auszubauen. In diesem Zusammenhang sei das neue Buch zu sehen – eine Dokumentation dessen, was seit 1240 Jahren an diesem Ort gelebt und bezeugt wird. „Mir war wichtig, dass das neue Buch über das Stift Kremsmünster nicht nur eine Darstellung der Kunst und Architektur ist, sondern auch das geistliche Leben beleuchtet.“

Der Wiener Verleger Dr. Christian Brandstätter ging bei der Vorstellung von seinen eigenen Schulerfahrungen im Stift Kremsmünster aus: „In meiner Schulzeit wurde mir von den Patres das Staunen beigebracht.“ Er habe das Stift Kremsmünster als Schatzhaus erlebt, durch das ihm die Liebe an schönen Dingen ins Herz gelegt wurde. „Die wunderschöne Bibliothek und viele Erfahrungen mit Geschichte und Tradition im Stift Kremsmünster trugen wesentlich zu meiner späteren Berufswahl bei. Ich wollte in Bildbänden Form und Inhalt auf ansprechende Weise vereinigen.“

Das Buch „Stift Kremsmünster. Klösterliches Leben seit 777“ sei sein letztes Buch, das er selbst noch im Ruhestand betreut habe – ein besonderes Buch in der langen Reihe der Bildbände des Brandstätter-Verlags, wie er hervorhob: „Dieses Buch ist eine Novität. Es bringt nicht nur Kunst und Architektur nahe, sondern zeigt auch, woraus die Mönche in diesen 1.200 Jahren lebten, was ihre Spiritualität ist und welche Botschaft ein Kloster heute hat.“ Herrschaftsgeschichte und Alltagsgeschichte würden bei dieser Publikation in einer Art und Weise Hand in Hand gehen, wie er es von keiner anderen Publikation über ein österreichisches Stift kenne. „Die Alltagsgeschichte fällt oft unter den Tisch“, so Brandstätter. „Hier haben wir das erste Mal ein Buch veröffentlicht, in dem die gediegene Darstellung der Geschichte nicht auf Kosten des konkreten Lebens in einem Stift geht.“

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P. Benno Wintersteller, einer der Autoren, sprach zum Thema: „Stiftsgeschichte lebendig. Beobachtungen aus fünf Jahrzehnten.“ Die letzte Gesamtdarstellung über das Stift Kremsmünster gab es genau vor 40 Jahren, zum 1.200-Jahr-Jubiläum des Stiftes Kremsmünster (der sog. gelbe Ziegel). Damals ging es vor allem um die Geschichte des Stiftes und die Aufgaben. Das Leben der Mönche und die benediktinische Botschaft wurden als gegeben und selbstverständlich vorausgesetzt. In der gleichen Zeit entstanden die zweibändige Kunsttopograhie und der sog. kleine rote Ziegel als Stiftsführer. Das Besondere des neuen Buches sei, dass ebenbürtig zur Geschichte das geistliche Leben zum Tragen komme. P. Benno zitierte die Erfahrung Benedikts, dass er einmal wie in einem Sonnenstrahl die ganze Welt im Lichte Gottes sah. Ebenso würde im Bildband über das Stift Kremsmünster mit den Texten und Bildern über das benediktinische Leben die Welt des Klosters und seine Tradition in neuer Weise beleuchtet.

 

Bericht über das Buch in OÖ Heute

Angaben zum Buch:

Abt Ambros Ebhart (Hrsg.)
Stift Kremsmünster – Klösterliches Leben seit 777
Mit Beiträgen von P. Bernhard Eckerstorfer OSB, P. Siegfried Eder OSB, Mag. Wolfgang Leberbauer, P. Altman Pötsch OSB, P. Daniel Sihorsch OSB, Mag. Reinhard Stiksel, P. Benno Wintersteller OSB, P. Klaudius Wintz OSB
Wien, Brandstätter Verlag 2017, 207 Seiten
ISBN 978-3-7106-0021-0 (Hardcover) – € 49,90
ISBN 978-3-7106-0191-0 (Broschur) – € 34,90

Das Buch ist im Klosterladen sowie im Buchhandel erhältlich.

Fotos: Stefan Kerschbaumer

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