Wir stellen vor …

Unser Forstbetrieb – ein Bericht über das Revier Almsee aus dem Stiftsforstamt, verfasst von Dipl. Ing. Birgit Stöhr.

Das Revier Almsee umfasst eine Fläche von 6.700 Hektar, davon sind 2.600 Hektar Wald, der Rest ist Ödland (Gebirge). Von der Waldfläche werden rund 2.000 Hektar regelmäßig einer Nutzung unterzogen.

Das Revier Almsee erstreckt sich vom Großen Priel bis zum Offensee, die Grenze Richtung Süden ist der Gebirgsgrad der zugleich Landesgrenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark ist.
Die Ertragsfähigkeit des Waldes ist wesentlich geringer als in den Vorlagen-Revieren wie Allhaming oder Kremsmünster. Der Grund dafür ist der teils seichtgründige Waldboden über Kalkgestein. Jährlich können dennoch etwa 7.000 – 8.000 Festmeter Holz nachhaltig genutzt werden. Fichte und Buche sind die Baumarten, die den Hauptbestandteil des Waldes bilden. Durch die Stürme der Jahre 2007 (Kyrill) und 2008 (Emma und Paula) wurde das Revier Almsee stark getroffen, sodass es relativ große Flächen an Jungkulturen gibt, die bereits wieder in einen gesicherten Bestand hineinwachsen.

Drack SteinhäuslerBetreut wird das Revier Almsee von Drack Christian (re), ihm zur Seite steht Steinhäusler Helmut (li), welcher zusätzlich auch mit jagdlichen Agenden betraut ist. Die forstliche Arbeit findet hauptsächlich vom Frühjahr (nach der Schneeschmelze) bis in den Herbst statt, wobei diese zur Gänze an forstliche Unternehmer vergeben wird. Somit ist in diesem Revier kein Forstarbeiter beschäftigt. Ebenso werden die für forstliche Tätigkeiten benötigten Maschinen und Anlagen von den Unternehmern zur Verfügung gestellt. Im Winter sind durch die Gebirgslage und dem Schnee meist keine Nutzungen möglich.

Die Steilheit des Geländes bedingt natürlich auch eine schwierigere Bewirtschaftung der Wälder. So müssen viele Waldbestände mittels Seilkran (Bild) bewirtschaftet werden. Das Revier ist jedoch so abwechslungsreich, dass es von den ebenen Flächen bis in die Steilflächen alles bietet, was ein Forstmannsherz erfreut.

Die Jagd spielt im Revier Almsee eine große Rolle, sind in diesem Gebiet von den Schalenwildarten Rehwild, Gamswild und Rotwild vorhanden. Die Gesamtfläche gliedert sich in 12 Eigenjagden mit Größen von 160 bis zu 1.400 Hektar. Die Jagdreviere sind verpachtet.

Ein besonderes Kleinod des Revieres ist der Almsee. Die Bewirtschaftung obliegt dem oberösterreichischen Fischereiverein, an den der See verpachtet ist.

Auf Grund der früher hohen Beschäftigungszahl an Mitarbeitern des Stiftes bis in die 1950er Jahre, besitzt das Stift dort sehr viele schöne bauliche Objekte. Zu ihnen zählen das Forsthaus „Hubertusau“, das Forsthaus „Sölde“, Forsthaus „Schwarzenbrunn“ und das Forsthaus „Froschhaus“. Letzteres ist die forstliche als auch fischereiliche Zentrale des Revieres Almsee. Die Gebäude wurden in den letzten Jahren allesamt saniert und sind weitestgehend verpachtet.

Teil I des Berichtes über den Forstbetrieb des Stiftes ist hier nachzulesen.