„Sei mutig“

„Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht. Sei mutig und stark!“ Unter diesem Motto aus dem Buch Josua steht der diesjährige Weltgebetstag für geistliche Berufungen am 7. Mai 2017. Ein paar Gedanken dazu.

#Mut
Um (s)einen geistlichen Weg gehen zu können, da, wo man von Gott hingestellt wurde, braucht es vor allem Mut. Den Mut, sich in den Fragen des eigenen Lebensprojektes zu stellen und sich auch nicht verfrüht festzulegen, sondern offen zu bleiben für die verschiedenen Möglichkeiten; andererseits den Mut, sich rechtzeitig zu entscheiden, Schritt für Schritt. Gott ruft einen jeden Menschen, so glauben wir, Er ruft uns heraus aus der Bequemlichkeit. Der Ruf Gottes ist manchmal mit einer gewissen leidenschaftlichen Unruhe verbunden und erfordert De MUT. „Mut zu Mehr“, dass man sich nicht mit dem zufrieden gibt, was man schon erreicht hat, sondern nach mehr Liebe strebt. „Mut zu Weniger“ meint die Bereitschaft, auf Genuss, Macht und Prestige zu verzichten, Gott und die Anderen wichtiger zu nehmen, als meine eigenen Interessen.
Mit Gott zu gehen ist so und so eine mutige Entscheidung. Seien wir mutig, denn Gott lässt uns nicht fallen und verlässt uns nicht. (vgl. Josua 1,5-6)

Hintergrundinfos Weltgebetstag
Um das Thema „Berufung“ wachzuhalten, begeht die Kirche seit 1964 jeweils am 4. Sonntag der Osterzeit den Weltgebetstag für geistliche Berufungen. Im Sinne von Mt 9,38 „Bittet den Herrn der Ernte“ beten wir um guten und ausreichenden Nachwuchs in den verschiedenen geistlichen und kirchlichen Berufen und Berufungen. Wir erinnern uns aber auch daran, dass alle Christen Berufene sind, und mit ihrem Leben der in Taufe und Firmung grundgelegten Berufung zum gemeinsamen Priestertum Ausdruck geben sollen. Eine Antwort auf Gottes Ruf.
vgl.www.canisius.at

Papst Franziskus über Berufung
„Wenn Gott ruft, sagt er: Du bist wichtig für mich, ich liebe dich, ich zähle auf dich! Jesus sagt das zu jedem Einzelnen von uns und daraus entsteht Freude. Die Freude des Augenblicks, als Jesus mich mit Liebe anblickte. Das zu verstehen und zu spüren ist das Geheimnis unserer Freude. Wir dürfen uns von Gott geliebt wissen, weil wir für ihn keine Nummern, sondern Personen sind und weil wir wissen, dass ER uns ruft.“
Papst FRANZISKUS, Authentisch und folgerichtig. Begegnung mit Seminaristen, Novizen und Novizinnen. Rom, den 6. Juli 2013, in: Osservatore Romano, Montag/Dienstag,den 8./9. Juli 2013, CLIII (155), S. 6.

Gebet um Mut zum Aufbruch
Schenke mir Mut, mit dir zu gehen:
Mut, um das zu überwinden,
was mir bisher als unüberwindbar galt.
Mut, um Grenzen zu sprengen
und mich auf Neuland vorzuwagen.
Mut, um meine Schritte mehr und mehr
in deine Richtung zu lenken.
Mut, um in deiner Nähe
wahrhaftig Mensch zu werden.
Mut für kleine und große Lebenswenden.
Denn deine Zusage ermutigt:
Hinter mir – nach jeder Wende – stehst du.

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