„Menschen im Stift Kremsmünster“

„Wir möchten das Stift Kremsmünster von innen zeigen. In diesem Heft wird aus dem Kloster geplaudert“, erklärte Abt Ambros bei der Präsentation der neuen Broschüre.

In der Broschüre werden auf knapp 80 Seiten Ordensmänner ebenso porträtiert wie Mitarbeiter des Stiftes: Pater David, der in der Seelsorge seine Erfüllung gefunden hat; Pater Altman, der neben Gott auch für die Musik lebt; Schwester Lydia, die als Sekretärin schon mehrere Äbte begleitet hat; Frau Abel, die in Kremsmünster aufgewachsen ist, hier jeden Sonntag zur Kirche geht und heute die Küche leitet;  Organistin  Prof. Ingrid Achleitner, die sich nachts in der Kirche einsperren lässt, um in Ruhe üben zu können. Schüler und Absolventen kommen zu Wort, ein Gast, der im Kloster eine Auszeit verbracht hat, berichtet von seinen Erfahrungen. Das Stift Kremsmünster als Ort des Gebetes und des Rückzuges, aber auch als Wirkungsstätte, Arbeitsplatz und Wirtschaftsfaktor in der Region. Das Heft bietet neben den Porträts auch einen Gang durch die Geschichte und das Haus und liegt kostenlos im Stift und bei der Landesgartenschau auf.

Zur Präsentation am 4. April hatte sich eine bunte Gesellschaft im Wintersaal zusammengefunden: Patres saßen neben Mitarbeiterinnen, auch der Direktor und der Schulsprecher sowie Karin Imlinger, die Geschäftsführerin der Landesgartenschau waren zur Präsentation gekommen.

Bei seiner Begrüßung erinnerte Abt Ambros an die zwei Schwerpunkte, die er nach seiner Wahl formuliert hatte: das Kloster als geistliches Zentrum und die Berufungspastoral. „Das geistliche Zentrum ist ein Ort, der Menschen braucht, die diesen Ort gestalten, beleben und die geistliche Botschaft vermitteln. Das sind zum einen die Mönche, die das geistliche Zentrum durch das Gebet tragen und stärken, das sind aber auch die Menschen und Mitarbeiter, die im Geist mitleben und die Botschaft des geistlichen Zentrums weitertragen.“ Abt Ambros bezog sich dabei auf ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer „Christus im Bruder, Christus in der Schwester ist stärker als der Christus im eigenen Herzen“.

Abt Ambros dankte allen die an der Umsetzung des Projekts beteiligt waren, vor allem der Autorin Melanie Wagenhofer für die gelungenen Texte, fr. Claudio für das ansprechende Layout, Monika Diesenreiter für die Bereitstellung der Fotos, den Interviewpartnern sowie Ingrid Achleitner für das Korrekturlesen und P. Bernhard, der die Idee dieses Projektes hatte und es begleitete.

P. Bernhard betonte, dass in diesem Heft nicht die Benediktiner selbst die Texte verfassen, sondern eine Person von außen das Leben im Stift Kremsmünster beleuchten sollte. „Wir haben der Reporterin und Buchautorin Melanie Wagenhofer freie Hand gelassen. Auf einen Wordrap mit Abt Ambros wären wir Patres wohl nicht gekommen.“ Die Auswahl der Portraits sei naturgemäß nur ein kleiner Ausschnitt. Der Autorin wäre viel Geduld abverlangt worden, meinte P. Bernhard schmunzelnd. „Dass Projekte bei uns oft etwas länger brauchen, kann aber auch zu einer guten Fügung werden. So kommt die Broschüre zum 10-jährigen Amtsjubiläum von Abt Ambros und gerade vor der Landesgartenschau heraus.“

„Bei allen, denen ich im Zuge meiner Recherchen begegnet bin, hat man die große Verbundenheit mit dem Stift gespürt“,  berichtete Autorin Melanie Wagenhofer, die das Heft gemeinsam mit fr. Claudio Lavallen (Layout) gestaltet hat. Am mönchischen Leben in Kremsmünster habe sie besonders beeindruckt, so Wagenhofer, dass hier jeder sein dürfe, wie er möchte: „Individualität wird hier groß geschrieben.“

Musikalisch umrahmt wurde die Präsentation mit Werken von Mozart, Elgar und Schumann, ausgeführt von Ingrid Achleitner (Klavier) und P. Altman (Violine).

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