Wir haben am 8. Dezember auch geöffnet

Die Frage, ob man an diesem Feiertag im Advent einkaufen gehen soll, polarisiert manchmal. Jedenfalls hat dieser Tag schon einen Sinn. Und wir haben auch „geöffnet“ und laden Sie zu den Gottesdiensten recht herzlich ein.

Im Mittelpunkt des Feiertages am 8. Dezember steht die Mutter von Jesus – neun Monate vor dem Fest Mariä Geburt wird die Besonderheit Mariens gefeiert. Als Katholiken verehren wir Maria als Vorbild im Glauben, weil sie dem Wort des Engels geglaubt hat und sie von Anfang an für Gottes Botschaft offen war. Das feiern wir mit dem „Fest der ohne Erbsünde empfangenen Gottesmutter Maria“ … wenn Sie auch glauben, dass Gott mit uns Menschen einen Plan hat, dann feiern Sie mit uns.

Mittwoch, 7. Dezember 2016
18:00 Uhr – Feierliche Vesper in der Marienkapelle

Donnerstag, 8. Dezember 2016
08:00 Uhr, 09:00 Uhr, 11:30 Uhr, 19:00 Uhr – Festgottesdienst in der Stiftskirche
10:15 Uhr – Hochamt mit Abt Ambros
18:00 Uhr – Feierliche Vesper mit Aufnahme von Herrn Felix Krieg in das Noviziat in der Marienkapelle

Maria – die Begnadete … Hintergrundinfos zum Fest
Nach christlicher Überzeugung wurde der Schuldkreislauf der Welt durch Jesus unterbrochen. Diese Unterbrechung beginnt allerdings schon mit einer Frau namens Maria und dem Satz „Du bist begnadet“, das heißt: besonders berufen und erwählt, den Messias auf die Welt zu bringen.
Ohne Erbsünde
Seit der Antike wurde diese Gnade Mariens als Freiheit von Sünde gedeutet. Im Mittelalter stellten sich Theologen die Frage, ob Maria schon vom Augenblick der Empfängnis an, oder erst mit dem Gruß des Engels von der Erbsünde befreit war. Papst Pius IX. entschied diesen Streit 1854 mit dem Dogma „der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria.“ Das bedeutet, dass Maria unversehrt, ohne Makel der Erbsünde von ihrer Mutter empfangen und geboren wurde.
Mit Erbsünde ist gemeint, dass der Mensch nicht nur persönlich sündigt, sondern dass er unter vielen Bedingungen lebt, die seine Entscheidungen beeinflussen. „Sündigen“ ist damit in einem großen Zusammenhang zu sehen. Es meint nicht in erster Linie, etwas ethisch „Verbotenes“ zu tun, sondern in Angst um sich selbst zu leben, anstatt ganz Gott zu vertrauen.
Ein Feiertag zum Durchatmen
Die Katholische Kirche in Oberösterreich setzt sich seit Jahren immer wieder für diesen Feiertag ein. Der Bischof betont in diesem Zusammenhang, dass vor allem den Familien eine Zeit der Ruhe und des Durchatmens gegönnt sei.
Der Marienfeiertag hat eine besondere Bedeutung für Österreich. Er wurde im 17. Jahrhundert zum Dank für die Errettung Wiens von der Katastrophe des 30-jährigen Krieges als Staatsfeiertag eingeführt und nach der Aufhebung durch den Nationalsozialismus durch ein Volksbegehren nach dem 2. Weltkrieg wieder hergestellt.
Quelle: Katholische Kirche in Oberösterreich (Hrsg.) (o.A.): aufdanken – Gott in der Zeit des Menschen. Linz: Eigenverlag. URL: www.aufdanken.at [Stand: 06/2014]
Bild: Marienkapelle des Stiftes Kremsmünster

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