Und du?

Ein Text-Impuls zum Sonntagsevangelium vom 19. Juni 2016.

Vergiss, was die anderen denken
Übrigens, diese wichtige Frage, die Petrus beantwortete, wird Jesus irgendwann jedem von uns auf unserem Weg mit ihm stellen.
„Vergiss einmal, was die Leute in oder außerhalb deiner Gemeinde denken“, wird er sagen. „Vergiss einmal, was die berühmten Christen und Geistlichen und Theologen, die Schriftsteller, die sich für witzig halten, dein bester Freund und die Leute aus deinem Hauskreis und der Typ auf der Arbeit und die viktorianischen Choraldichter denken. Für wen hältst du mich?“
Nun?
Aus: Adrian Plass, Lasst die Enten doch rückwärts fliegen

Evangelium vom 12. Sonntag im Jahreskreis C, 19. Juni 2016, Lukas 9,18-24
Jesus betete einmal in der Einsamkeit, und die Jünger waren bei ihm. Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute? Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden. Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? Petrus antwortete: Für den Messias Gottes. Doch er verbot ihnen streng, es jemand weiterzusagen. Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen. Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Bild: Ein Teil der Objektkunst „Die 12 Apostel“ von Gottfried Hoellwarth, ausgestellt anlässlich „specula artificis“, Kunstprozess zum 450-Jahr-Jubiläum des Stiftsgymnasiums Kremsmünster, 1999, vgl. Festschrift S. 37. Es geht um „Fels und Kreuz“.

Objektkunst_Apostel