Ich gehe mit dir!

Am 28. April 2016 fand im Stift Kremsmünster das zweite Begegnungstreffen mit Bischof Manfred Scheuer statt. Wahrnehmen und der Austausch mit den haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen standen dabei im Mittelpunkt.

Ein Rückblick … Bilder © Jack Haijes … Text © Diözese Linz

Beim zweiten Begegnungsnachmittag trafen sich die Dekanate Kremsmünster, Pettenbach und Windischgarsten. Von der Filialkirche Kirchberg aus begaben sich etwa 30 Wanderfreudige auf dem Weg mit Bischof Manfred ins Stift Kremsmünster. Darunter auch Abt Ambros Ebhart vom Stift Kremsmünster und einige weitere Mitbrüder. Bei eher herbstlichen Temperaturen bestand bereits hier die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Von Stiften geprägte Dekanate
Beim Treffen mit der sogenannten „erweiterten Pastoralkonferenz“ präsentierten sich dann die anwesenden Dekanate, die stark von den beiden Stiften in Kremsmünster und Schlierbach geprägt sind. Dem Stift Kremsmünster sind 26 Pfarren zugehörig und die Dekanate Pettenbach und Kremsmünster bestehen rein aus Stiftspfarren. Ähnlich das Bild im Dekanat Windischgarsten, hier besteht der überwiegende Teil der Pfarren aus Stiftspfarren vom Stift Schlierbach.
Die Vorstellung der Dekanate übernahmen Dechant P. Ernst Bamminger für das Dekanat Pettenbach, Pfarrer P. Severin Kranabitl für das Dekanat Windischgarsten und Dechant P. Klaudius Wintz für das Dekanat Kremsmünster. Abt Ambros Ebhart und der neu gewählte Abt für das Stift Schlierbach, Abt Nikolaus Thiel berichteten über die Situation in den Klöstern. Elisabeth Seidlmann, Pastoralassistentin in Pfarrkirchen und Bad Hall, präsentierte das weit über Kremsmünster hinaus bekannte Jugendzentrum j@m und die Jugendarbeit.
In der anschließenden Diskussion war Gelegenheit über anstehende Fragen in der Pastoral und Seelsorge zu sprechen. Ab 17 Uhr wurde dann die Begegnung um die Mitglieder des sogenannten „erweiterten Dekanatsrats“ erweitert. Pfarrgemeinderats-Obleute, Mitglieder von Seelsorgeteams, VertreterInnen der Katholischen Aktion, ReligionslehrerInnen, VertreterInnen von Ordensgemeinschaften, LeiterInnen von verschiedenen kirchlichen Einrichtungen etc. kamen dazu.
Nach einem Impulsreferat von Bischof Scheuer mit dem Thema „Barmherzigkeit verändert die Welt“ und einer Fragerunde mit Vertretern aus den Dekanaten entwickelte sich ein guter Dialog zu den Anliegen der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

Ich nenne euch Freunde
Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Stiftskirche. In seiner Predigt ging Bischof Scheuer dabei auf das Tagesevangelium (Joh 15,15) ein und beleuchtete die Bereiche Freundschaft, Gemeinschaft und Glaube. Wenn Jugendliche die Social-Media-Plattform „Facebook“ verweigern, dann werden sie von Gleichaltrigen als „MoF“ bezeichnet. Als „Mensch ohne Freunde“. Im Netz selbst geht es darum, dass jemand Anteil nimmt, Interesse an einem selbst oder zumindest dem Profil im Netz zeigt.
Jugendliche suchen nach authentischen Menschen. Nach Bezugspersonen und Freunden. Nach einem Platz. „Wenn Beziehungen und Freundschaft kein Raum und keine Zeit gegeben werden, so führt das zum Würgegriff der Vereinsamung“, so Scheuer. Junge Menschen brauchen Anerkennung – durch Gruppen von Gleichgestellten, durch Begleiterinnen und Begleiter und Anerkennung durch erbrachte Leistung. „Freunde gehören nach wie vor zu den wichtigsten Prioritäten von jungen Menschen: Freundschaft mit Menschen, Freundschaft mit Gott, Erfahrungen von Güte.“
Für einen erwachsenen Glauben ist die Freundschaft mit Jesus zentral, so der Bischof weiter. „Im Glauben nimmt der Christ teil an der Vorliebe Gottes für Mensch und Welt. Glauben ist Hören und Annehmen des endgültigen Ja Wortes, der irreversiblen Zusage. Die christliche Botschaft ist eine Chiffre für schöpferische Lebensfreundlichkeit.“