Zum Menschsein berufen

Ein Impulstext zum Nachdenken über die je eigene Berufung.

Am 2. Februar ist das Fest „Darstellung des Herrn“ („Maria Lichtmess“). Diesen Tag begehen wir als „Tag des geweihten Lebens“ . Im Jahr 2015 hat die Kirche das „Jahr der Orden“ begangen. Dabei ging es nicht nur um den Blick auf die Ordenschristen, sondern auch darum, sich bewusst zu machen, dass wir alle berufen sind zum Menschsein und Christsein.

Zum Menschsein berufen
Zum Menschsein berufen, ins Dasein geliebt,
aus Erde geschaffen, vom Geisthauch belebt,
als Mann und als Frau, Gottes Ebenbild.

Zum Christsein berufen, Beziehung zu leben,
aus Gnade befreit von Sünde und Tod,
im Wasser der Taufe, Leben und Kraft.

Nachzufolgen berufen, zu leben die Gabe,
die Aufgabe ist und Sendung und Weg.
Ihm nach, unserm Meister, der mit uns geht.

Zum Dienen berufen, in je meiner Spur,
in der Vielfalt von Formen, von Arbeit und Amt.
So Kirche zu bauen als ein Mosaik.

Persönlich berufen, unverwechselbar ich,
mit meinem Gepräge, mit Gott ganz intim,
einmalig wie keine, kein Mensch so wie ich.

Lasst dankbar uns preisen den Herrn, der uns liebt,
der mit Gaben uns segnet, Verantwortung gibt.
In Einheit mit ihm wird uns Stärke und Kraft,
sein Geist wirkt in uns, der Leben schafft.
(Sr. Katharina Kluitmann osf)