Die Vorrangstellung der Familie

Gedanken zum Familiensonntag

Am Sonntag nach Weihnachten feiern wir Katholiken die Heilige Familie. Dieses Fest kann uns bewusst machen, dass Jesus in eine Familie hineingeboren wurde. Wie jeder andere Mensch lernte er zuerst in der Familie gehen, sprechen und glauben.

Für Papst Franziskus ist die Familie der zentrale Ort, eine Gesellschaft und die Kirche aufzubauen. Als wir Patres vom Stift Kremsmünster mit 300 Gläubigen im September bei der Generalaudienz am Petersplatz mit Papst Franziskus zusammentrafen, hielt er eine eindrucksvolle Rede über die Familie. Er beklagte, dass unsere Städte, Orte und Landschaften aus Mangel an Liebe zu Wüsten geworden sind, und sagte wörtlich: „Der Bund der Familie mit Gott ist dazu berufen, den Verwüstungen unserer Dörfer und Städte entgegenzuwirken.“ Und dann unter tosendem Applaus der Satz: „Wo eine liebevolle Familie ist, kann ihr Zeugnis ein ganzes Dorf, eine ganze Stadt verwandeln.“

Trauen wir uns zu, dass aus den Familien neues Leben für die ganze Umgebung kommt? Papst Franziskus sieht die Familie als Landeplatz Gottes. In einer Adventansprache sagte er: „Das ist die größte Mission der Familie: Platz zu schaffen für die Ankunft Jesu.

P. Bernhard Eckerstorfer, ORF 2015