Requiem am Stiftertag

Am 11. Dezember 2015 wird im Rahmen des Stiftertages ein Requiem erklingen, das man selten zu hören bekommt.

Abbé_Stadler_1813_J._B._PfitzerDas Requiem in c-moll von Abt Maximilian Stadler. Geboren am 4. August 1748 in Melk trat Stadler in das dortige Benediktinerkloster ein, wo er später Prior und dann Administrator wurde. In den Wirren der Säkularisierung ernannte ihn Kaiser Joseph II. zum Kommendatarabt (=ein vom Kaiser eingesetzter Abt, dem vor allem die wirtschaftliche Leitung eines Klosters obliegt) von Lilienfeld und 1790 wurde Maximilian Stadler bei uns in Kremsmünster eingesetzt. Bereits ein Jahr später wurde er nach dem Tod des Kaisers wieder abgesetzt. Zunächst nicht besonders beliebt im Kloster, erlangte Stadler Bedeutung, weil er die Schließung der Sternwarte verhindern konnte. Während seines Jahres in Kremsmünster komponierte er auch ein Requiem, das er später nocheinmal überarbeitet hatte. In dieser 2. Fassung hören wir es heuer am Stiftertag. Stadler war mit der Familie Mozart befreundet und hat viele der unvollständigen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart zu Ende ergänzt. Stadler starb 1833 in Wien.
Freuen wir uns auf dieses besondere „Musikerelebnis“.
P. Altman Pötsch, Regens Chori
Bild: Abbé Stadler, J. B. Pfitzer, 1813.