Leonhardi-Ritt am 9. Nov. 2014 in Pettenbach

Seit vielen Jahrhunderten werden Pfarrritte und Tiersegnungen zu bzw. bei Leonhardikirchen durchgeführt. Der Heilige Leonhard ist bekanntlich der Patron der Nutztiere. Der Leonhardiritt wurde im Jahr 1931 eingeführt und wird seitdem in der traditionellen Form abgehalten.

Der Ritt ist eine Wallfahrt von der Pfarrkirche Pettenbach zur Wallfahrtskirche Heiligenleithen. Heuer waren ca. 90 Pferde samt Reiter daran beteiligt. Davon waren viele geschmückte Noriker-Pferde, deren Reiter in der traditionellen Bauerntracht den Ritt krönten. An jenem Sonntag, der dem 6. November, dem Namenstag des Heiligen Leonhard, am nächsten liegt, wird immer der Ritt abgehalten. Rund um das Leonhardifest kommen zahlreiche Fuß-Wallfahrer aus den umliegenden Pfarren nach Heiligenleithen. Traditionell aus den Pfarren Eberstalzell, Vorchdorf und Magdalenaberg.

Bei der Kirche in Heiligenleithen werden die Pferde und ihre Reiter von einem kirchlichen Würdenträger gesegnet und erhalten ein Stück geweihtes Brot, die sog. Maulgabe. In diesem Jahr nahm die Segnung der Abt des Stiftes Admont Bruno Hubl, OSB, ein gebürtiger Pettenbacher, vor. Dieser zelebrierte auch die so genannte Rittmesse in Heiligenleithen. Eine weitere Tradition bildet der geistliche Vorreiter. Seit einigen Jahren übernimmt diesen Dienst Mag. P. Siegfried Eder, Kellermeister, Kurat in Sattledt und Regions-Jugendseelsorger.
Eine Premiere hatte der neue Pfarrer von Pettenbach GR MMag. P. Daniel Sihorsch. Er ist seit 1. September 2014 Pfarrer in der Almtalpfarre. Er meisterte mit Bravour seinen ersten Leonhardiritt, 37 Jahre lang stand sein Vorgänger P. Markus Mittermayr der Leonhardiwallfahrt mit einer krankheitsbedingten Ausnahme vor, der in diesem Jahr als Ehrengast am Ritt teilnahm.
Wie schon seit Anfang an wurde der Leonhardiritt vom Leonhardirittkomitee organisiert und von den Goldhaubenfrauen und dem Musikverein verschönert. Es beteiligten sich auch wieder viele Reitvereine der Umgebung mit ihren Pferden am Ritt durch die Marktgemeinde Pettenbach. Dieses Fest hat seit Bestehen eine enge Bindung zu den Benediktinern in Kremsmünster. So besuchen den Ritt jedes Jahr ehemalige Priester in der Pfarre Pettenbach sowie zahlreiche Kremsmüsterer, die in Nachbarpfarren als Seelsorger eingesetzt sind.
n jedem Jahr wird für verdiente Komiteemitglieder und Gönner der sogenannte Knicker verliehen. Das ist ein Jagdmesser, auf dem der Name des Spenders eingraviert ist. In diesem Jahr erhielt diese Auszeichnung das langjährige Komitemitglied Maximilian Zauner. Altpfarrer KonsR P. Markus Mittermayr wurde mit der Treuefahne ausgezeichnet. Herr Peter Raberger aus Schlierbach erhielt das Reiterabzeichen für über 20 aktive Teilnahmen als Leonhardireiter.
Fotos: Georg Neuhauser, Pettenbach

SONY DSC pblr1 SONY DSC pblr2 pblr3 pblr4