Kremsmünsterer Ausgabe der Regel des Heiligen Benedikt

Dieses besondere Buch mit Bildern unserer Gemeinschaft kann in unserem Klosterladen zum Preis von € 14,95 käuflich erworben werden …ein ideales Mitbringsel!

Die Regel des Hl. Benedikt … ora – labora – lege
Die Regel des hl. Benedikt (RB) will eine konkrete Anleitung für ein Leben in Gemeinschaft sein. Dabei will sie nichts anderes als ein „Leben nach dem Evangelium“ ermöglichen. Die Grundzüge der benediktinischen Lebensgestaltung lassen sich in Gebet, geistliche Lesung und Arbeit einteilen. Dazu kommen aber auch Werte wie Gemeinschaft, Leitung durch einen Abt, unterschiedliche Dienstämter in der Gemeinschaft, Gastfreundschaft und benediktinischer Frieden. Die „geistliche Kunst“ ist es eben innere Haltungen wie Hören, Gehorsam, Schweigen, Demut, Freude und Liebe zu kultivieren. Ein wesentliche Grundhaltung aber ist der Ansatz, dass alles „im rechten Maß, der Mutter aller Tugenden“ (RB 64,19), geschehen soll. Diese Regel rechnet mit den Schwächen des Menschen und ist somit lebbar.

Zitate aus der Regel des Hl. Benedikt

  • Prolog: Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat! RB Prol 1
  • Aufnahmekriterien: Kommt einer neu und will das klösterliche Leben beginnen, werde ihm der Eintritt nicht leicht gewährt, sondern man richte sich nach dem Wort des Apostels: „Prüft die Geister, ob sie aus Gott sind“ … Man achte genau darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht, ob er Eifer hat für den Gottesdienst, ob er bereit ist zu gehorchen und ob er fähig ist, Widerwärtiges zu ertragen. RB 58,1-2;7;
  • Gelübde: Bei der Aufnahme verspreche er im Oratorium in Gegenwart aller Beständigkeit (stabilitas loci), klösterlichen Lebenswandel (conversatio morum) und Gehorsam (oeboedientia) RB 58,17
  • Grundregel: Christus sollen sie überhaupt nichts vorziehen. RB 72,11
  • Besitz: Man halte sich an das Wort der Schrift: „Jedem wurde so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.“ Damit sagen wir nicht, dass jemand wegen seines Ansehens bevorzugt werden soll, was ferne sei. Wohl aber nehme man Rücksicht auf Schwächen. Wer weniger braucht, danke Gott und sei nicht traurig. Wer mehr braucht, werde demütig wegen seiner Schwäche und nicht überheblich wegen der ihm erwiesenen Barmherzigkeit. RB 34,1-4
  • Ziel: Wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben fortschreitet, dem wird das Herz weit und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes. RB Prol. 49