Mabuhay! Benedictine Education – A Gift to the World

Ein Bericht von Prof. Mag. Elisabeth Krenhuber, die als eine von 5 österreichischen Teilnehmer/inne/n vom 23. bis 26. Oktober 2013 am internationalen Treffen katholischer Lehrer/innen und Erzieher/innen an benediktinischen und zisterziensischen Schulen in Manila, im St. Scholasticas College, teilgenommen hat.

csm_Die_Delegierten_der_BENET-Konferenz_a7ffc7f075In einer vierköpfigen Reisegruppe, gemeinsam mit Dir. Mag. Anton Eder vom Stiftsgymnasium Melk, Koll. Mag. Helga Pausinger und Koll. Mag. P. Florian Ehebruster aus dem Stiftsgymnasium Seitenstetten, trat ich am 18. Oktober meine Reise in den fernen Osten an. Nach 15 Stunden Flugzeit mit Zwischenstopp in Dubai landeten wir in Manila und waren nicht nur von den klimatischen Veränderungen beeindruckt. Um den langen Flug nach Asien auszunutzen, haben wir den Kongress durch ein paar Tage Aufenthalt in Manila vor Beginn und ein paar Tage Aufenthalt auf der Insel Palawan nach Ende der Konferenz ausgedehnt und konnten so auch ein wenig das Land und die Kultur der Philippiner kennen lernen.

csm_Die_Vertreter_aus_der_Schweiz_und_aus_OEsterreich_dfdbd74dc4Beeindruckt waren wir nicht nur von der Größe der Stadt – Metro Manila hat an die 19 Mio. Einwohner und besteht aus mehr als 17 Städten – sondern auch vom Lärm und Wirbel, der in dieser Stadt rund um die Uhr herrscht, aber auch von der großen Armut, der man in einer derartigen Megacity immer begegnet.
In den Tagen vor dem Kongress konnten wir bei einer City-Tour Näheres zur Geschichte der Philippinen erfahren, in den thermischen Gewässern des Hidden Valley schwimmen und in Pagsanjan nach einer aufregenden Kanutour den atemberaubenden Pagsanjan Wasserfall bestaunen. Speziell bei den Gesprächen mit unseren Guides haben wir viel Interessantes und Wissenswertes über das Land und seine Bewohner erfahren.
Nach diesem touristischen Programm checkten wir am 22. Oktober im Hotel Pearl Manila ein, wo fast alle Kongressteilnehmer/innen untergebracht waren. Den Swimming Pool im 9. Stockwerk des Gebäudes sollten wir jedoch nur am Anreisetag nutzen können, denn an den darauffolgenden Tagen wurden wir jeweils zeitig am Morgen vom Hotel abgeholt und ins nahe gelegene College gebracht, wo uns ein abwechslungsreiches, aber sehr intensives Programm erwartete.
Vorträge und Reden in der Großgruppe der 202 Delegierten, Workshops in Kleingruppen und Bibelarbeit in Deanerygroups bildeten den Kern der Tagung. Gemeinsame Gespräche und der Austausch mit Kolleg/inn/en aus aller Welt waren zu allen Zeiten ein weiterer wichtiger Teil der Konferenz. Gemeinsame Gottesdienste, Gebetszeiten, aber auch Besichtigungen und Mahlzeiten bildeten den Rahmen für diese Tagung.
Die Themen der beiden zentralen Vorträge waren „Good Zeal – The Spirituality of Benedictine Academic Leaders“ von Sr. Mary John Mananzan, OSB und „The new Evangelization in our Catholic Schools: Creating a Culture of Belief amid a World of Indifference“ von Rev. Geno Sylva STD. Sr. Mary John machte vor allem das „Servant“, „Shared“ und „Prophetic“ Leadership zu ihrem Thema, während sich Rev. Geno auf die Rolle der Lehrer und Erzieher als Gute Hirten bezog und katholischen Schulen den Auftrag gab: „Provide Students with a Culture of Belief an Experiences of Joy“.
Welche Aufgaben wir Lehrer und Erzieher somit an katholischen Schulen haben bzw. was wir alle zu dieser christlichen Erziehung beitragen können, darüber haben wir uns in vielen Gesprächen unterhalten. auch um das „Geschenk der benediktinischen Erziehung“ an unseren Schulen weiterzuführen bzw. dies immer wieder neu zu überdenken.
Gestärkt durch all die Erfahrungen und Begegnungen während des Kongresses, aber auch um Erholung nach den anstrengenden Konferenztagen zu suchen, flogen wir für die letzten vier Tage unserer Reise nach Palawan, eine rund 400 km lange und ca. 40 km breite Insel, die als Riegel zwischen dem Südchinesischen Meer und der Sulu-See liegt. Diese Insel gilt als „Wiege der philippinischen Zivilisation“ und ist Heimat eines der „Sieben Neuen Weltwunder der Natur“, des „Underground Rivers“, des längsten zugänglichen unterirdischen Flusses der Welt.
Nach 12 Tagen im fernen Osten hieß es für unsere kleine Reisegruppe wieder Abschied nehmen und die Rückreise antreten. Durch die Wartezeiten zwischen den Flügen und die Zeitverschiebung stellte sich dies als ein anstrengendes Unterfangen heraus. Die Müdigkeit stand uns ins Gesicht geschrieben, als wir am 31. Oktober wieder wohlbehalten in Wien landeten. Ein herrlicher Herbsttag hieß uns in Österreich willkommen.
Mittlerweile habe ich den Jetlag überwunden und bin längst wieder im „Alltag“ gelandet. Mit Schrecken verfolge ich derzeit jedoch die Meldungen über den Wirbelsturm „Haiyan“, der nur vier Wochen nach einem verheerenden Erdbeben wiederum die mittlere Inselgruppe der Philippinen stark getroffen hat. Im Wissen um die dortigen Zustände und Verhältnisse nehme ich die Berichte doch mit anderen Augen wahr und hoffe für die Opfer um rasche und effiziente Hilfe.
Elisabeth Krenhuber